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Bis zur Unendlichkeit
Bis zur Unendlichkeit
und noch viel weiter
Heute arbeiten wir
Heute arbeiten wir
an Erinnerungen für die Zukunft
Schau mal,
Schau mal,
was ich schon alles kann!
Mir schmeckt es,
Mir schmeckt es,
obwohl es gesund ist
Mit ganz viel Liebe
Mit ganz viel Liebe
wachsen und gedeihen wir prächtig
 
 
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Heute arbeiten wir
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Konflikte selbständig lösen

Unsere Kinder entwickeln ein Gespür für sich selbst, für den eigenen Körper, für ihre Empfindungen und ihre Emotionen. In der Krippe, im Kindergarten, dem Hort oder auch zu Hause, gibt es immer wieder Situationen, in denen sie in Streit geraten. Ziel ist es, dass wir den Kindern altersgerechte Hilfestellungen geben, damit sie lernen, die Konflikte selbst zu lösen.

Krippe: Warum beißen Krippenkinder?

Leon und seine 18 Monate alte Schwester Emma spielen mit einem Laster. Als Leon den Laster in die Hand nimmt, beißt Emma plötzlich in den Arm ihres Bruders. Beißen kommt bei Kindern bis drei Jahren häufiger vor und kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Es handelt sich um einen ganz normalen Entwicklungsabschnitt des Kindes, das versucht, so Konflikte zu lösen. Häufig verschwindet das Beißen mit zunehmendem Sprachverständnis und aktiver Sprache des Kindes fast von selbst.

Was können wir tun?

Sprechen Sie Ihr Kind mit ernster Stimme an und erklären Sie ihm, dass Beißen keine akzeptierte Handlungsweise
ist. Wichtig ist, das Kind sorgfältig zu beobachten, damit die Ursachen für das Beißen herausgefunden werden
kann. Zeigen Sie ihm, welche Alternativen es zum Beißen gibt, und helfen Sie ihm, angemessene Verhaltensweisen
zu erlernen z.B. „Du hast Leon mit deinen Zähnen wehgetan. Du hast ihn gebissen. Er wollte den Laster haben. Du kannst sagen: Nein, Leon.“

Kindergarten: Raus aus der Wohlfühlzone

Anna, Benedikt und Sophie spielen Vater-Mutter-Kind. Max möchte mitspielen. Anna lehnt ab und schiebt ihn aus dem Spielbereich. Benedikt unterstützt sie dabei. Sophie versucht Max zu integrieren: „Max kann doch zu Besuch kommen und mit uns essen.“ Doch Anna und Benedikt sind dagegen. Max wird wütend und stört die Kinder immer wieder beim Spielen. Der Streit wird immer heftiger und Anna und Benedikt greifen Max an. Wenn Kinder sich streiten, fällt es Erwachsenen nicht immer leicht, sich zurückzunehmen. Sie ergreifen häufig Partei für das „unterlegene“ Kind, obwohl sie die Konfliktsituation nicht miterlebt haben und die Ausgangs- und Sachlage des Konflikts nicht kennen.

Was können wir tun?

Kinder lernen nur dann mit Konflikten umzugehen und diese angemessen zu lösen, wenn sie eigene Erfahrung machen können sowie am Modell der Erwachsenen lernen. Wenn Sie bemerken, dass der Konflikt eskaliert und es den Kindern nicht möglich ist, den Streit selbstständig zu schlichten, bieten Sie ihnen Unterstützung an.

Fördern Sie die gegenseitige Achtung der Kinder und zeigen Sie, wie alle am Konflikt Beteiligten respektvoll behandelt
werden. Die Entwicklung und das Alter der beteiligten Kinder sind bei der verbalen Begleitung zu berücksichtigen. Hören Sie sich die Sichtweise jedes Kindes an und suchen Sie, soweit möglich, einen Kompromiss oder eine zufriedenstellende Lösung für alle Kinder. Manchmal ist es auch erforderlich, die Kinder voneinander zu trennen und sie einzeln zu befragen. Konflikterfahrungen sind ein wichtiger Motor für die Entwicklung von Selbstständigkeit.

Hort: Wir trauen euch etwas zu

Felix hat schlechte Laune. Als Luisa ihn beim Malen im Kreativraum die Stifte wegnimmt, die er als nächstes benutzen möchte, schreit Felix Luisa an. Sie versteht nicht, weshalb er wütend ist. Luisa reagiert lautstark und wirft die Stifte direkt auf sein Bild.

Was können wir tun?

Natürlich kommt es auch im Hort immer wieder zu Konfliktsituationen. Die Erzieher*innen übernehmen dann eine beobachtende Rolle und setzen, wenn nötig, Impulse. Bei Streit stellen sie Fragen, die Kinder finden die Antworten von selbst. Das meiste klärt sich zwischen Tür und Angel. Kinder sollen ihr Anliegen direkt äußern und nicht lange aufschieben. Ist der Streit sofort aus der Welt geschafft, schleichen sich lang anhaltende Schwierigkeiten gar nicht erst ein.

„Unser Signal an die Kinder lautet: Ihr seid selbst verantwortlich für das, was ihr tut. Wir trauen euch etwas zu!“ Das zeigt sich auch in anderen Situationen: Wenn die Hortkinder vom Kinderhaus Möhrendorf mittags aus der Schule kommen, checken sie sich über die PariKita-App im Haus ein – und sind dann manchmal den restlichen Nachmittag nicht mehr gesehen. „Bei uns haben die Kinder die freie Wahl, den Tag selbstständig zu gestalten. Nur ihre Hausaufgaben müssen sie machen", erklärt Katrin Nagel, die den Hort im Kinderhaus leitet.

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Foto: istock.com / fizkes

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Gefördert durch die Bayerische Staatsregierung

Die Gemeinnützige Paritätische Kindertagesbetreuung GmbH in Nord- und Südbayern betreibt über 50 Kinderkrippen, Kindergärten, Kooperationseinrichtungen, Horte und Kinderhäuser in und um München, Regensburg, Nürnberg, Erlangen und Forchheim. Alle PariKitas zeichnen sich aus durch eine liebevolle Betreuung, hohe fachliche Qualität und anspruchsvolle Pädagogik auf Basis der Grundwerte des Paritätischen: Vielfalt, Toleranz und Offenheit.