Bereits zur Landtagswahl 2023 hat sich der Paritätische in Bayern mit seinen Mitgliedern zusammengeschlossen und das Bündnis „KitaPolitikTage“ gegründet. Auch bei der diesjährigen Neuauflage mit einer Postkartenaktion wird das Ziel verfolgt, ein Zeichen Richtung Politik zu setzen, das Kita-System endlich auskömmlich zu finanzieren. Denn knapp eineinhalb Jahre nach der Landtagswahl hat sich die Finanzierungssituation bayerischer Kitas nicht verbessert, sondern im Gegenteil sogar weiter zugespitzt.
Heute, am 12. Mai, dem Tag der Kinderbetreuung, startet die Postkartenaktion, die bei Verantwortungsträger*innen im Land und den Kommunen der Dringlichkeit der Schließung der Finanzierungslücke erneut Nachdruck verleihen soll. Familien und Freunde sind eingeladen, Postkarten mit der Forderung, sich gemeinsam für eine stabile und auskömmliche Betriebskostenfinanzierung einzusetzen, an Landtagsabgeordnete, Kommunalpolitiken*innen und Bürgermeister*innen, zu schicken.
Die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in Bayern ist defizitär und muss dringend reformiert werden. Die staatliche Betriebskostenfinanzierung deckt durchschnittlich lediglich 60 Prozent der tatsächlichen Kosten, die sich durch Inflation und allgemeine Kostensteigerungen noch weiter erhöhen. Die fehlenden Mittel werden nur in Teilen durch freiwillige kommunale Beiträge gedeckt. „Wo Kommunen diese Beiträge nicht leisten können, wirkt sich das direkt auf die Qualität der Betreuung und die Ausstattung aus“, erläutert Margit Berndl, Vorständin des Paritätischen in Bayern. Die Folgen tragen auch Kinder und ihre Eltern.
„Eltern müssen immer tiefer in die Tasche greifen“, führt Berndl aus. „Ihre Beiträge steigen weiter, damit Kitas überhaupt geöffnet bleiben können. Familien müssen gut abwägen, ob sie sich eine Kindertagesbetreuung überhaupt noch leisten können. Das gefährdet die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf und stellt vor allem Alleinerziehende vor große Herausforderungen.“
Beate Höß-Zenker von der Pfennigparade Phoenix Schulen und Kitas GmbH in München verweist auf die fachlichen Herausforderungen in der Kinderbetreuung: „Neben den steigenden Kosten sind Träger auch mit einer zunehmenden Sorge um die Qualität der Pädagogik belastet, denn fachliche Herausforderungen in der Förderung der Kinder durch sozial-emotionale Themen, Themen der Inklusion und große Ausbildungsunterschiede steigen ebenfalls und ziehen immense zeitliche und finanzielle Ressourcen nach sich. Notwendige Fort- und Weiterbildung wird jedoch nicht ausreichend finanziert und auch für technische Hilfsmittel wie die Nutzung von KI gibt es bisher keine Mittel.“
In der Zwischenzeit ist auch seitens der Politik ein gewisses Problembewusstsein entstanden. Zudem fordern im Bündnis für Frühkindliche Bildung in Bayern und kommunale Spitzenverbände gemeinsam eine Erhöhung der staatlichen Betriebskostenfinanzierung auf durchschnittlich 90 Prozent. Erste Schritte wurden gemacht: Im vergangenen Sommer gab es eine Anhörung im Landtag. Außerdem hat der Freistaat beschlossen, im neuen Kinderstartgeld Sozialleistungen zusammenzufassen, um Finanzmittel für das Kita-System freizumachen. Aber seitdem stockt die so wichtige Reform des BayKiBiG.
Die Mittel für den kommenden Haushalt müssen allerdings jetzt eingeplant werden, damit die so dringend notwendige finanzielle Stabilisierung der Kindertagesbetreuung in Bayern gelingen kann.
Michael Kuhl von der Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH appelliert an die Politik: „Kitas sind Bildungsorte, und der Freistaat muss endlich seiner Verantwortung gerecht werden. Jeder investierte Euro in die frühkindliche Bildung wirkt sich auf die Bildungserfolge der Kinder aus. Das Land ist hier in der gemeinsamen Pflicht und darf seine Verantwortung nicht auf Familien abwälzen. Mit unserer Idee der Postkartenaktion haben wir bei Familien und unseren Fachkräften viel positive Resonanz erfahren.“
Gerne vermitteln wir Interviewpartner*innen und Locations für Video-/Filmaufnahmen.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Gabriele Dorby | 089 30611-245 | presse@paritaet-bayern.de
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Die Gemeinnützige Paritätische Kindertagesbetreuung GmbH in Nord- und Südbayern betreibt über 50 Kinderkrippen, Kindergärten, Kooperationseinrichtungen, Horte und Kinderhäuser in und um München, Regensburg, Nürnberg, Erlangen und Forchheim. Alle PariKitas zeichnen sich aus durch eine liebevolle Betreuung, hohe fachliche Qualität und anspruchsvolle Pädagogik auf Basis der Grundwerte des Paritätischen: Vielfalt, Toleranz und Offenheit.